Zum
einen unterteilt man Kampfkunstübungen in die beiden Kategorien „Übungen
in Ruhe“ und „Übungen in Bewegung“, zu anderen verknüpft man in jeder
Übung Ruhe und Bewegung miteinander. Bewegung bezieht sich sowohl auf
die äußere Bewegung des Körpers als auch auf die innere Bewegung des
Chi.
Auch die Ruhe hat zwei Aspekte: den äußeren Ruhezustand des Körpers als auch die geistige Ruhe. Bewegung und Ruhe sind relativ. Alle Dinge im Universum befinden sich in ständiger Bewegung, Entwicklung und Veränderung. Insofern gibt es keine absolute Ruhe.
Das Ziel der Übungen ist
es, die physiologischen Funktionen als „Bewegung“ im Körper zu fördern. Kampfkunst
hat eine regulierende, regenerierende und aufbauende Wirkung auf den
Organismus. Vom Beginn einer Krankheit bis zur Heilung, von der
Schwächung des Körpers bis zum Widererstarken läuft ein kontinuierlicher
Prozeß ab, der sich nur in Bewegung realisieren kann.
Ohne Bewegung gibt es keine Veränderung. Die chinesische Medizin ist der Ansicht, daß Krankheit dann entsteht, wenn Bewegung von Chi und Xue („Blut“) im Körper stagniert.
Damit beides frei fließen kann, muß man es in Bewegung
setzen. Aus diesem Grund ist die Bewegung so Elementar. Akupressurmatte
Allerdings kann sich die Wirkung von Bewegung nur unter der Bedingung
einer inneren Ruhe entfalten.
Deshalb gilt die innere Ruhe als
Voraussetzung einer jeden Übung. Hinsichtlich der Methode einer Übung
kann entweder die Bewegung oder die Ruhe den Hauptaspekt bilden; die
beste Wirkung erzielt man durch eine organische Verbindung der beiden
Aspekte. Bei Übungen in Ruhe werden äußere Ruhe und innere Bewegung
trainiert; in der Ruhe sucht man Bewegung.
Bei Übungen in Bewegung werden äußere Bewegung und innere Ruhe gefördert; in der Bewegung sucht man Ruhe. Auf diese Weise gelangt man zum Ineinandergreifen und Einklang von Bewegung und Ruhe.
Man kann die beiden Übungskaterogien in verschiedener Weise miteinander kombinieren: an Übungen in Ruhe kann man Übungen in Bewegung anschließen, es darf auf keinen Fall eine Einseitigkeit entstehen sonst erreicht man keinen Fortschritt.