Die Erben
Fa Ke´s zweiter Sohn Chen Zhao Kui (1928 - 1981; 18. Generation) begann sein Studium unter seinem Vater im Alter von 8 Jahren.
Er gehörte nach einigen Jahren zu den Hauptvertretern des Xinjai-Stils und verbreitete ihn in Shanghai und Nanjing. Als in China die sogenannte Kultur-Revolution begann, durfte das Taijiquan nicht mehr unterrichtet werden, viele der kampfkunst-Meister wurden verfolgt oder hatten unter dem politischen Druck zu leiden. Darunter auch Chen Zhao Kui. Er arbeitete lange Zeit als Wachmann und unterrichtete nur im Geheimen.
Als Taijiquan ab 1974 wieder geübt werden durfte, unterrichtete er viele Schüler, darunter auch Chen Xiao Wang. Er unterrichtete hauptsächlich die zwei Formen, die er von Fa Ke übernommen hatte. Im Unterschied zu seinem Vater, der sehr große und weite Bewegungenlehrte, unterrichtete Zhao Kui in erster Linie enge kleinere Techniken.
Er war bekannt für seine guten Qinna-Techniken. Auf die Bitte von Wang Xian ging er 1973 nach Chenjiagou und verbreitete auch dort den Xinjia. Zhao Kui unterrichtete sowohl privat, als auch öffentlich. Seine Hauptschüler waren: Chen Xiao Wang, Chen Zheng Lei, Wang Xian und Zhu Tian Cai. Weitere Schüler waren: Ling Zhian, Cheng Jin Zhai, Ma Hong und Wu Xiou Bou.
Chen Zhao Pei (1893 - 1972, 18 Generation, auch als Chen Ji Fu bekannt), der Sohn von Chen Deng Ke, studierte mit Chen Yan Xi, Chen Pin San und Chen Fa Ke. In jungen Jahren verließ er Chenjiagou und ging nach Gansu und Hebei, wo er auch Taijqiquan unterrichtete. 1921 kehrte er zurück, um seine Studien zu vertiefen und für die Wenxian Kampfkunst-Gesellschaft zu unterrichten.
1928 ging er zum Unterrichten nach Beijing und bat auch Chen Fa Ke zu ihm zu kommen.1930 zog er aus beruflichen Gründen nach Nanjing, wo er sein Buch über Chen Taijiquan veröffentlichte, das stark von den Werken von Chen Xi geprägt war. Zu dieser Zeit entwickelte er auch eine Doppel-Schwert-Form für das Taijiquan.
1942 zog er nach Xian, später ging er nach Kaifeng/Henan. 1958 ging er nach Chenjiagou zurück und unterrichtete dort. Befor er kam, so sagt man, war das Chen-Taijiquan am Aussterben in Chenjiagou, was nicht unwesentlich von Chen Fa Ke´s Fortgang nach Beijing beeinflußt war, der nie zurückkehrte.
Wie auch immer - Chen Zhao Pei brachte neues Leben nach Chenjiagou. Unter anderen unterrichtete er auch so bekannte Mister wie: Chen Xiao Wang, Chen Zheng Lei, Wang Xian und Zhu Tian Cai.
Während der Kulturrevolution unterrichtete er seine Schüler im Geheimen, wodurch sein Heim, gleichzeitig seine Schule, zum Kern der Taijiquan-Studien wurde. Feng Zhi Qiang (1926 geb., 18. Generation) wurde in Shulu, Xian, Provinz Hebei geboren und studierte Tongbeiquan bei Han Xiao-Feng ind Hebei und Liu He Xingyiquan bei Hu Yao Zhen in Shanxi.
1951 wurde er Schüler von Chen Fa Ke in Beijing. Er gründete später mehrere neue Formen: die vereinfachte 24er Form, eine 48er Form und eine 24er Paochui-Form.