Die geraden Handbewegungen:

Peng - Abwehren entspricht dem Trigramm Qian. Es ist reines Yang und steht für Stärke, Biegsamkeit und Festigkeit. Das symbolisiert die Qualität der Abwehr, die zwar entspannt und flüssig sein soll, aber auch entschlossen und unnachgiebig.

Peng entspricht dem Prinzip, auf Kraft bis zu einem gewissen Punkt mit Nachgiebigkeit zu reagieren und dann die Kraft zurückzugeben.

Das kann man mit einem Gummiball vergleichen, der erst ein bißchen nachgibt und sich dann mit doppelter Kraft wieder ausdehnt.

Gibt der Gegner nach, so folgt man ihm. Peng hat so auch die Bedeutung, der Anpassung an den Gegner, so daß er daß Gefühl bekommt, sich nicht mehr frei bewegen zu können.

Der Kommentar zu Qian im I-Ging sagt: "Der Himmel in Bewegung entspricht der Stärke; der Edle zwingt sich folglich zu ununterbrochener Aktivität." Genau übersetzt bedeutet Peng eigentlich "Köcherdeckel" und soll verdeutlichen, daß mit Armen und Händen der Körper, wie mit einem Deckel geschützt wird.

Peng bezeichnet so alle Abwehrtechniken des Taijiquan, denen ein "Ankleben" oder ein Stoßen mit Handgelenk oder Unterarm folgt. Zuerst klebt man eine oder beide Hände an den Gegner und versucht seine Kraft und die Richtung seiner Technik festzustellen.

Sobald er sich bewegt, führt man ihn durch sanftes Ableiten und Ausweichen ins Leere. Seine Technik bleibt wirkungslos und der Abwehrende kommt in eine optimale Position zu einem Konter. Untrennbar davon ist die richtige Drehung der Hüfte, von der die Kraft ausgeht.


Lü - Zurückgleiten gehört zu dem Trigramm Kun und symbolisiert das reine Yin, ist also reine Passivität und Ruhe. Die Technik ist absolutes Nachgeben zu den Bewegungen des Gegners.

Wird man gedrückt, so weicht man mit dem Gewicht auf das hintere Bein zurück und dreht zum Schluß die Hüfte, so daß der Gegner ins Leere stößt. Das ist das nachgiebigste "Neutralisieren" eines Angriffs. Yoga Portal Forum Shop Matten

Das I-Ging sagt dazu: "Wer zuerst sein will, der irrt; wer folgt, der erreicht etwas. Man sucht Freunde im Süd-Westen und verliert sie nach Nord-Osten." Das bedeutet, daß man einen Angriff genau in die Richtung seiner Kraftlinie weiterführen soll.

Das Trigramm Kun besteht aus drei durchbrochenen Linien, was die Falle und das Haltlose symbolisiert. Das bedeutet, daß man dem Gegner die wirkliche Gewichtsverteilung verbergen soll, so daß er beherzt angreift, aber gleich ins Leere fällt. Das Schriftzeichen für Lü gibt es in keinem der chinesischen Lexika.

Es wird nur in den Kampfkünsten gebraucht und bedeutet: "Den Mittelweg ausführen und der Aktion folgen". Zuerst versucht man an das Handgelenk des Gegners anzukleben.

Sobald er angreift, weicht man aus, zieht ihn weiter und hilft mit der anderen Hand nach, indem man ihn an der Schulter oder am Ellbogen packt und ebenfalls zieht.

Im Taijiquan wird dieses Prinzip oft mit dem "Öffnen der Tore, um die Räuber zu begrüßen" verglichen, da es sehr gefährlich ist. Beherrscht man es nicht, so leitet man die Kraft des Gegners auf den eigenen Körper. Karate Österreich

Ji - Vordrängen gehört zu dem Trigramm Kan und steht für Härte und Heftigkeit, die im Weichen verborgen sind. Ji wird mit der Kraft des Wassers gleichgesetzt.

Es ist eine besondere Technik, die typisch für das Taijiquan ist. Während ein Arm horizontal vor dem Körper gehalten wird, drückt die freie Hand auf dieses Handgelenk. In dieser Haltung wird ein Stoß auf den Gegner ausgeführt und gleich wieder zurückgezogen.

Getroffen wird dabei mit dem gesamten Unterarm, so daß der Gegner nach hinten fliegt. Diese Technik kann man dahingehend verändern, daß nur mit den Handgelenk getroffen wird. Karate Deutschland

Das eignet sich dann besonders für Angriffe auf Vitalpunkte und kann sehr effektiv sein. Bei beiden Varianten soll keine Muskelkraft eingesetzt werden. Die Kraft kommt vielmehr aus der Hüftbewegung und der schnellen, entspannten Bewegung. Karate Schweiz

An - Drücken ist mit dem Trigramm Zhen verbunden und hat die Bedeutung: "entschlossene Hitzigkeit, erschütternde Bewegung und vor Angst nachgeben". Yoga in Heidenheim

Diese Technik besteht aus zwei Bewegungen. Zuerst werden beide Hände an die des Gegners angeheftet und ein Angriff wird abgewehrt, dann stoßen beide Hände nach vorne.

Die Hände sind dabei sehr entspannt und werden erst kurz vor dem Auftreffen angezogen und angespannt. Dadurch entsteht ein Schnappen in den Handgelenken, daß eine enorme Energie erzeugen kann. Yogakissen Shop Versand

Auf keinen Fall darf man mir Muskelkraft vorgehen, das verringert die Wirkung der Technik enorm. Getroffen wird mit dem unteren und etwas mehr äußeren Handballen.

Natürlich ist es auch möglich, diese Technik mit einer Hand auszuführen. Vor der Technik sind die Fingerspitzen und Handinnenflächen auf den Gegner gerichtet, um seine Kraft besser spüren zu können. Der Stoß ist sehr kurz und wird oft auf Vitalpunkte gerichtet.

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